BIOGRAPHIE UND KÜNSTLERISCHE PERSÖNLICHKEIT

Fausto D’Orazio wurde am 13. Februar 1950 in Isola Liri in der Provinz von Frosinone geboren. Seit über zwanzig Jahren ist er nach Rom verziehen, wo er lebt und arbeitet in Via Trionfale. D’Orazio hat sich in der sich stets renovierenden Natur versenkt und hält sich immer bereit, poetische Verbindungen zwischen andersartigen Orten herzustellen. So spricht er vom eigenen erzählerischen Schwung und von der Aussagekraft seiner Bilder: “Meine Malerei entspricht einem Selbstgespräch, das für mich wie ein Traum ist, den ich nie vergessen und durch den ich meine verlorenen Wurzeln zurüchgewinnen will”. Domenico Barbato schreibt über diese bildlichen Zeugnisse der Ruhe, der Verlassenheit und der Erinnerungen, die auf authentiches und spontanes dichterisches Schaffen hinweisen: “Es ist in den Landschaften, in der detaillierten Schilderung der Natur, dass D’Orazio die echtesten Merkmale seines Landes darstellt, die in ihrer zarten Erscheinung seiner nostalgischen Ader sehr nahekommen. Innerhalb der Thematik seiner Malerei, die weit und vielseitig ist, bedient sich D’Orazio einer weichen Ausdrucksweise, die in eine recht nuancierte maleriche Färbung mündet; sie verbirgt keine edonistische Recherche, sodern streift den reinsten und vibrierendsten Impressionismus. Und es ist das imtime Wesen der Dinge, das D’Orazio in seinen Bildern sucht, weil er dadurch die reinste, verborgenste Seite der Wahrheit verdeutlicht anstatt sich mit ihrem schein zu begnügen”. Antonio Oberti hat über D’Orazios Werke recherchiert; sie stehen mit dem forschenden Charakter des Künstlers perfekt in Einklag sowie mit seiner Verve, die ihm ermöglicht, die Einsamkeit feierlich zu modulieren. Oberti schreibt: “Fausto D’Orazio weiss, wie man sich mit der Intensität der Natur identifiziert und schafft eine besondere Atmosphäre, die in der üppingen Farbigkeit der von Licht un Sonne erfüllten Töne versenkt ist. Seine eindringliche Wirkungskraft findet Ausdruck in der transparenten Perspektive eines antiken Dorfes der Abruzzen, einer Frühlingsoder Schneelandschaft oder eines versteckten Fussweges; die liebenswürdige Gestalt eines Kindes oder einer Mutter kann sein Gemüt bewegen, aber seine Ausdrucksfähigkeit bleibt davon unberührt. In diesem Zusammenhang, ohne sich je in unreifen Konzepten oder undeterminierten Gefühlen aufzugeben, feiert D’Orazio mit demselben homogenen Stil eine Thematik, die er in seinem Innern erorbert hat dank der Leidenschaft und der forwährenden Regenerierung der Farben, um die ein hauchdünner Sonnestaub schwebt. Eine kaum angedeulete Anwendung von Bühnenbildtechnick gibt seinem darstellenden impressionistichen Vorgehen Sicherheit. Die gemässigt gärenden, oft empfindsam leichten Pinselstriche sprechen von eine Recherche, deren Anhalts und Wertungspunkte sich zukunftsweisend einer offenen und Fruchtbaren Introspektion ernähren. Es handelt sich um eine Glaubens und Liebesbekenntnis zu der Erde, die die wahre Essenz der Realität in sich geschlossen hält; sie fesselt durch ihre Ehrlichkeit und durch die Charakterzüge der Bäume, der Büsche, der Strassen, der Häuser und seiner Bewohner. Auf dieser Weise, in diesem besonderen mediterranischen Realismus, verfügen D’Orazios Bilder über die autonome Fähigkeit, poetisch und, ich würde sagen, unkompliziert ein durch minimale Unterschiedlichkeiten gekennzeichnetes Universum von Pflanzen und Menschen zum Audruck zu bringen. Antike und moderne Werte, verständlich und konkret, durch die Erfahrung erwoben, verdeutlichen den Sinn eines treibenden Schwunges; sie würdigen im Leben, in jeder Schaffung eine versöhnliche Weltanschauung, Fest und Wiederkehr”.